„Weichenstellung für das gesellschaftliche Miteinander“

Bremervörde. Ereignisreiche Tage und arbeitsreiche Wochen der Vorbereitung liegen hinter den Mitarbeitenden des DRK-Kindergartens Tannenkamp in Bremervörde. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens erhielt das Team um Einrichtungsleitung Jarno Böttner und seiner Stellvertretung Andrea Koritke am Freitagvormittag bei einem feierlichen Empfang zunächst Besuch von geladenen Gästen, während der Samstagnachmittag für die interessierte Öffentlichkeit ganz im Zeichen eines Tages der offenen Tür stand.

Dieser wurde nicht nur von Eltern genutzt, deren Kinder aktuell in der Einrichtung betreut werden, sondern auch viele „Ehemalige“ waren der Einladung gefolgt und nutzten den Nachmittag als willkommene Möglichkeit des Austausches und der Erinnerung. Die Kinder freuten sich derweil über die vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten – Hüpfburg, Schminken, Wurfspiele und vieles mehr.

Frank Pingel, Präsident des DRK-Kreisverbandes Bremervörde-Rotenburg (Betreiber des Kindergartens), erinnerte sich in seiner Empfangs-Begrüßungsrede, er sei Mitte der 1990er Jahre Protokollführer der Bremervörder CDU-Stadtratsfraktion gewesen und habe den Beschluss der politischen Gremien, dem Roten Kreuz (landkreisweit erstmalig) die Trägerschaft für den neu zu errichtenden Kindergarten anzuvertrauen, als einen „ganz besonderen Tag für das DRK“ in Erinnerung.

Mehr als 1.100 Kinder durchliefen in den zurückliegenden drei Jahrzehnten den Kindergarten am Tannenkamp. Und bei einem Kindergarten sollte es nicht bleiben, denn aktuell zeichnet der DRK-Kreisverband für sieben Betreuungseinrichtungen in Bremervörde, Zeven und Tarmstedt verantwortlich.

Bremervördes Stadtbürgermeister Michael Hannebacher führte in seinem Grußwort aus, seit der Eröffnung des Kindergartens im August 1996 hätten nicht nur zwei Generationen Kinder miteinander gelacht, gestritten und getobt, sondern für sie seien auch die Weichen eines gesellschaftlichen Miteinanders gestellt worden, das sich zudem stetig verändere. „Und es wird nicht einfacher“, so Hannebacher weiter. Er sprach den in dem DRK-Kindergarten  beschäftigten Fachkräften gerade vor diesem Hintergrund seine Hochachtung aus.

Und somit neben den dienstältesten Erzieherinnen Christina Wiebalk (29 Jahre beschäftigt), Reikya Nessel (26 Jahre) und Andrea Koritke (20 Jahre) unter anderem auch Jarno Böttner, der seit zwei Jahren die Leitung der Einrichtung innehat. Er hatte seine in Reimform vorgetragene Historie des DRK-Kindergartens zeitaufwendig recherchiert. Von den Anfängen im Sommer 1996 mit den langjährig tätigen und für das Haus pädagogisch prägende Leitungskräften Norbert Weber und Dörte Lorenz-Klose bis hin zur kommenden Woche in Bremen anstehenden Zertifizierung zu einem Marte-Meo-Kindergarten – ein weiteres Qualitätsmerkmal, nachdem die Einrichtung bereits seit 2011 vom Niedersächsischen Turnerbund (NTB) als sogenannter Bewegungskindergarten fortlaufend zertifiziert wird.

Weiter zurück liegt die Übernahme einer Patenschaft für den DRK-Kindergarten durch den DRK-Ortsverein Bremervörde noch zu Zeiten der damaligen Vorsitzenden Frieda Krafthöfer (1998 bis 2016). Stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender Felix Weber überreichte Jarno Böttner einen symbolischen Scheck über 5.000 Euro – eine Summe, mit die der Ortsverein den Kindergarten bei der Anschaffung eines speziell für die Kindergartennutzung hergestellten Bauwagens als zusätzlicher Differenzierungsraum unterstützt.

Bildunterschrift:

Jarno Böttner und Andrea Koritke (vordere Reihe mittig) und Team begingen vergangenes Wochenende das 30-jährige Bestehen des DRK-Kindergartens Tannenkamp in Bremervörde. Zu den Gratulanten gehörten (von links) Bremervördes Bürgermeister Michael Hannebacher, Natascha Metzner (DRK-Bereichsleitung Kindertagesstätten), Felix Weber (stellvertretender Vorsitzender DRK-Ortsverein Bremervörde), Britta Behrmann (Fachbereichsleitung Soziales Stadt Bremervörde), Erster Stadtrat Thorsten Küver, Tanja Buck (Krippen- und Kitaangelegenheiten Stadt Bremervörde), Rolf Eckhoff (DRK-Kreisgeschäftsführer) und DRK-Kreisverbandspräsident Frank Pingel                                                                                                                      Foto: Jeschke/DRK

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Beitragsbild: Stephan Jeschke